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Das Zeitalter des Imperialismus

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Imperialismus - Die Zeit zwischen 1850 und 1914

Erklärungversuche für den Imperialismus

Nationalismus
Als Nation versteht man eine Gruppe mit gemeinsamer Sprache, Geschichte und Kultur. Daraus folgte der Ruf nach dem Nationalstaat, einem Staat auf der Grundlage der Nation. Er umfasst im Idealfall alle Mitglieder einer Nation. Die Folge im 19. Jahrhundert: Umwälzung der Landkarte. Der Nationalismus richtete sich gegen eine Vielzahl kleiner Staaten, z.B. in Deutschland und Italien, wo sich diese Kleinstaaten in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer Nation verbündeten. Die Idee des Nationalstaates richtete sich auch gegen Vielvölkerstaaten wie das Osmanische Reich, das Kaiserreich Oesterreich-Ungarn oder das russische Zarenreich. Die Staaten Europas sahen sich im letzten Kampf um den Besitz der Welt. Wer als Nation vorne mit dabei sein wollte, beteiligte sich an diesem Kampf.

Wer bekommt Marokko?
A qui le Marocain? (Wem gehört der Marokkaner?)
Französische Postkarte aus dem Jahr 1906 zur Marokko-Krise

Wirtschaftliche Aspekte
Der Besitz von Kolonien brachte viele Vorteile: Rohstoffe aus den Kolonien und Absatzmärkte für die Waren, die nicht durch Zollbeschränkungen anderer Länder beeinträchtigt waren. Die Möglichkeit, überschüssiges Kapital gewinnbringend zu investieren.

Baumwollernte heute Baumwollernte einst
Baumwolle: Erntemaschine im Einsatz (links),
Pflücker in den USA anfangs des 20. Jahrhunderts.

Sozialpolitische Aspekte
Die eigene Industrie wurde angekurbelt und schaffte Arbeitsplätze. Der Bevölkerungsüberschuss des Mutterlandes konnte durch Siedlungskolonien aufgefangen werden.

Auswanderer
Schottische Auswanderer auf einem Schiff.

Überlegenheit und Sendungsbewusstsein
Die Europäer waren den aussereuropäischen Staaten als Folge der Industriellen Revolution wirtschaftlich überlegen. Die Europäer betrachteten sich zudem als zivilisierter und weiter entwickelt als die übrigen Nationen. Sie waren die Stärkeren und sahen es deshalb auch als ihre Aufgabe und Pflicht an, den "unziviliserten" Ländern ihre Werte zu vermitteln.

Mission
Der schottische Missionar und Entdecker David Livingstone in Afrika

Folgen für die Kolonialvölker
Für die unterworfenen Völker bedeutete der Kolonialismus: Zwangsarbeit; Verlust von Grund und Boden: weisse Siedler nahmen das Land in Besitz; kultureller und sozialer Umbruch: Regierung und Verwaltung wurde nach europäischem Vorbild organisert und von den Europäern kontrolliert; die Sprache der Kolonialherren drängte die Sprache der Einheimischen zurück; europäische Sitten wurden eingeführt.

Schule
Missionsschwester einer deutschen Schule in Kamerun

Links:
* Die erste Marokko-Krise 1905/06
* Bilder aus der deutschen Kolonie Kamerun
* David Livingstone Centre in Schottland
* Baumwolle in den USA
* Schottische Geschichte

Warum Kolonien?

Industrie
Vorsprung dank Industrieller Revolution
Rohstoffe
Rohstoffe aus den Kolonien
Produktion
Produktion schafft Arbeitsplätze
Absatzmarkt
Absatzmärkte in den Kolonien
Kapital
Kapital wird investiert
Zoll
Keine Zollbeschränkungen
Einwohner
Raum für wachsende Bevölkerung
Siedler
Neues Land für Siedler
Werte
Europäische Werte werden verbreitet
Vormacht
Militärische Stärke
Warum Kolonien
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schule.schutthalde.ch - empire.schutthalde.ch - Letzte Änderung: 03.09.2013 - Kontakt